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Lösungen, die funktionieren !

Gefälschte Anti-Virus Meldungen

 

Fake-Warnmeldungen eines Fake-Virenscanners gehören zu den sichersten Anzeichen dafür, dass das System kompromittiert (ausspioniert) wurde. Vielen Anwendern ist nicht bewusst, dass in dem Moment, wo eine derartige Meldung aufkommt, das Unheil bereits geschehen ist. Ein Klick auf „Nein“ oder „Abbrechen“, um den Fake-Virusscan aufzuhalten, genügt natürlich nicht – die Schadsoftware hat sich bestehende Sicherheitslücken bereits zunutze gemacht und ist ins System eingedrungen. Beliebte Einfallstore sind die Java Runtime Environment und die Adobe-Produkte.

Einzige Ausnahme: Die Fake-Warnmeldung erscheint, während Sie im Internet surfen. Dann handelt es sich vielleicht nur um ein Browserfenster, das im Stile eines Windows-Systemfensters daherkommt. Dieses können Sie einfach schließen.

Bleibt die Frage: Warum löst die Malware diese „Viruswarnung“ überhaupt aus? Ganz einfach: Der vorgebliche Prüfvorgang, der immer Unmengen an „Viren“ auftut, wird als Lockmittel für den Kauf eines Produkts eingesetzt. Wer auf den dargestellten Link klickt, gelangt auf eine professionell anmutende Website, die mit positiven Kundenbewertungen und Empfehlungen zugepflastert ist. Dort werden Kreditkartennummer und andere Kontodaten abgefragt – und immer noch viel zu viele Nutzer fallen auf diese Masche herein und geben ihre Identität freiwillig an die Kriminellen ab, ohne etwas davon zu merken.

Was zu tun ist: Computer ausschalten, sobald die gefälschte Warnmeldung auftaucht. (Achtung: Sie sollten natürlich wissen, wie eine „echte“ Meldung Ihres Virenscanners aussieht.) Falls noch etwas zu sichern ist und das problemlos geschehen kann, führen Sie das aus. Aber je schneller der PC abgeschaltet wird, desto besser.

Starten Sie dann den PC mit einer Antiviren-DVD und lassen diese nach Viren suchen. Das Antivirensystem sollte den Code finden, den die Fake-Virenwarnung angezeigt hat. Falls nicht, starten Sie den PC in den „abgesicherten Modus“ (ohne Netzwerkverbindung) und suchen in der Systemsteuerung (bis Windows 8) beziehungsweise in den Einstellungen (Windows 10) nach den zuletzt installierten Programmen. Wahrscheinlich hat sich der unerwünschte Code dort ganz regelgerecht eingetragen.

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